Pflanzliche Bitterstoffe - Die Alleskönner für unser Wohlbefinden

Bei den Inhaltsstoffen der Heilpflanzen handelt es sich um Stoffe, die eine Pflanze während ihres Wachstums mit Hilfe ihres Stoffwechsels in sich gebildet und gespeichert hat. Haben die Stoff eine bestimmte Wirkung auf unseren Organismus, so sprechen wir von Wirkstoffen. In der modernen Drogenkunde existiert eine Einteilung dieser Inhaltsstoffe in sogenannte Wirkstoffgruppen.

Es gibt eine große Zahl von Pflanzen, deren Inhaltsstoffe bitter schmecken bzw. als bitter empfunden werden. Ihr Geschmacksmerkmal ist „bitter“ (lat.: amarum). Bereits beim ersten Kontakt mit der Mundschleimhaut lösen die Bitterstoffe refektorisch heilende Reize aus. Daher ist es günstig, bei der Einnahme von Bitterstoffen, diese einen Moment im und zu behalten, damit sie optimal aufgenommen werden können. Bitterstoffe sorgen für Erleichterung bei Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchkrämpfen, Verstopfung, Übelkeit und Sodbrennen.

In der Phytotherapie und der pharmazeutischen Fachsprache werden Bitterstoffe Amara genannt. 

Die arzneilich wirksamen Bitterstoffe, die Bittermittel, werden in drei Hauptgruppen eingeteilt:

  1. Amara pura oder tonica: Reine Bitterstoffe z. B. Andorn, Gelber Enzian, Bitterklee, Löwenzahn, Teufelskralle, Wegwarte oder Tausendgüldenkraut regen intensiv die Magensaftsekretion an und werden bei fehlendem Appetit zur Verbesserung der Verdauungstätigkeit und zur allgemeinen Stärkung verabreicht. Ebenso wirksam sind sie bei der Behandlung verschiedenster Schwächezustände. Die Bitterstoffe können kurmäßig bei Blutarmut und nervösen Erschöpfungszuständen angewendet werden.
  2. Amara aromatica: Aromatische Bittermittel, z. B. Benediktenkraut, Echter Engelwurz, Kalmuswurzel, Löwenzahn, Schafgarbe, Mariendistel, Beifußkraut, Wermutkraut und Pomeranzenschale, enthalten als Wirkstoffe neben Bitterstoffen, auch ätherische Öle. Sie beeinflussen nicht nur den Darmbereich positiv, sondern auch die Gallenblasen- und Leberfunktion.
  3. Amara acria: Bittermittel, die Scharfstoffe enthalten, z.B Ingwerwurzel oder Gelbwurz (Kurkuma) oder Galgantwurzel verbessern die Kreislauffunktion.

Desweiteren gibt es folgende Bitterstoff Gruppen:

Amara mucilaginosa: Schleimhaltige Bitterstoffe,  z. B. Isländisches Moos, fördern die Bindung von Magensäure und schleimhautreizenden Zersetzungsprodukten. Dabei bietet ihr Schleim Schutz für entzündete Magenschleimhäute.

Amara astringentia: Zusammenziehende Bitterstoffe, z. B. Chinarinde.

Physiologische Wirkung von Bitterdrogen

Die Zunge nimmt Bitteres wahr, dadurch wird vermehrt Speichel freigesetzt. Magen, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse beginnen mit der Sekretion von Magensäften, Gallenflüssigkeit und Insulin. Zusätzlich wird die Leber angeregt Schadstoffe auszuscheiden. Durch Bitterstoffe werden nicht nur die Verdauungsprozesse gefördert, sondern auch noch andere Körperfunktionen beeinflusst. Das Herz-Kreislauf-System wird angekurbelt und das Immunsystem auf Trab gebracht, aktiviert und stabilisiert. Eine gute Durchblutung der Organe wird angeregt und verbessert. Bitterstoffe zügeln die Lust auf Süßes, sorgen für ein schnelleres Sättigungsgefühl, begrenzen die Esslust und reduzieren den Hunger. Ein bitteres Aroma gibt unserem Gehirn die Warnung, mit dem Essen aufzuhören. Außerdem sind bittere Lebensmittel kalorienarm und unterstützen dadurch das Abnehmen. Bitterstoffe sind also eine natürliche Essbremse, machen zufrieden und satt – verbessern die körperliche und geistige Fitness.

Verschiedene Verwendungsmöglichkeiten von Bitterdrogen:

Gewöhnen Sie Ihren Körper an mehr Bitterstoffe! Verzehren Sie asreichend bittere Gemüsesorten, Obst und herb schmeckende Würzkräuter. Zusätzlich erhalten Sie in der Apotheke eine Vielzahl von Heilkräutern mit einem hohen Gehalt an Bitterstoffen getrocknet als Tee oder als pflanzliche Präparate wie traditionelle Kräuterelixiere, z. B. Schwedenbitter. Dies ist ein effektives prophylaktisches Mittel zur „Blutreinigung“ und aktiviert die Stoffwechselvorgänge, regt die Leber zu Entgiftungstätigkeit an und fördert gleichzeitig die Ausscheidungsprozesse der Nieren und des Darms. Bitterstoff-Tinkturen oder Extrakte in Form von Granulat, Kapseln oder Kautabletten können zu einem ganz neuen Lebensgefühl verhelfen.

Gelber Enzian (Gentiana lutea): Die Wurzel hat den höchsten, in der Natur vorkommenden, Bitterstoffgehalt. Der Wirkstoff Gentiopikrin kann die Leber schützen und wirkt verdauungsfördernd, hilft bei Blähungen und Völlegefühl. Aus den getrockneten Wurzeln wird ein Tee zubereitet. Daneben gibt es homöopathische und spagyrische Präparate.

Echter Engelwurz (Angelica archangelica): Extrakte aus der Angelikawurzel helfen nachweislich bei Appetitlosigkeit und bei Magen Darm-Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen, sowie bei leichten Krämpfen der Leber und Galle. Zusammen wirken die enthaltenen ätherischen Öle und die Bitterstoffe anregend auf die Verdauungssäfte. Tropfen mit Engelwurz helfen gegen Verdauungsbeschwerden!

Mariendistel (Silybum marianum): Sie enthält den Wirkstoffkomplex Silymarin. Er schützt die Leberdreifach, idem er die Leberzellen vor Lebergiften schützt, als Fänger freier Radikale wirkt und die Bildung neuer Leberzellen anregt. Ein Tee aus den Mariendistelsamen schmeckt sehr bitter, alternativ empfehlen sich Kapseln aus der Apotheke.

Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea): Die Bitterstoffe regen die Speichelsekretion, Magensaftproduktion und die Aktivität der Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle an. Dies ist nicht nur appetitanregend, sondern wirkt sich auch positiv auf Verdauungsprobleme mit Völlegefühl, Blähungen und Durchfällen aus. Tee und bittere Tinkturen oder Extrakte sind übliche Präparate des Tausendgüldenkrauts.

Wermut (Artemisia absinthium): Die alte Heilpflanze wird zur Steigerung des Appetits, bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei Krämpfen und Gallenwegserkrankungen eingesetzt. Wermut findet Anwendung als Tee, Saft, Öl oder in Kapselform.

Bei Verdauungsbeschwerden, Brechreiz, Völlegefühl, Gallenblasenbeschwerden und zur Anregung des Leberstoffwechsels hilft Artischocke (Cynara scolymus). Die Artischocke ist eine distelähnliche Pflanze. Sie enthält Cynarin und Cynaridin sowie andere Flavonoide, die eine Produktion von Gallensäure anregen und die Leberzellen regenerieren. Außerdem haben die Inhaltsstoffe der Artischocke einen cholesterinsenkenden Effekt, eine kräftigende Wirkung auf den Magen und aktivieren die Sexualdrüsen.

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