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Wacholderbeeren

Nebenwirkungen: Bei Überdosierung oder länger andauernde Anwendung ("Veilchengeruch" des Harn) können Nierenschäden sowie gastrointestinale Störungen und zentrale Erregungserscheinungen auftreten. Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen sowie durch Ausscheidung von Blut und Eiweiß im Urin (Hämmaturie und Albuminurie). Da die beschriebenen Nierenreizungen u.a. klinisch seit fast 100 Jahren nicht belegt sind, sind sie umstritten. Die Befunde können evtl. auf die Verwendung des ätherischen Öles unreifer Früchte zurückzuführen sein oder auf Verfälschungen mit Terpentinöl.

Wechselwirkungen: Eine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern ist möglich.

Gegenanzeigen: entzündliche Nierenerkrankungen (Nephritis, Pyelitis), Schwangerschaft (Tonuszunahme des graviden Uterus) und Stillzeit

Hinweise: Ohne Rücksprache mit dem Arzt sollen Zubereitungen aus Wacholderbeeren nicht länger als 4 Wochen angewendet werden.

In den Behältnissen nach Literatur nimmt der Gehalt an ätherischem Öl in Wacholderbeeren pro Jahr um circa 0,4% absolut ab. Gepulverte Droge maximal einen Tag lagern.

Teebereitung: Etwa 2,5g Wacholderbeeren zerquetschen, mit ca. 150ml kochendem Wasser übergießen und nach 10-15min. abgießen.

Dosierungsvorschlag: Tagesdosis: 2g - max. 10g getrocknete Wacholderbeeren; entspricht 20mg - 100mg ätherisches Öl

gebräuchliche Einzeldosis als Aufguss: 0,5 - 3g getrocknete Droge auf eine Tasse

1-4x täglich (0,5g getrocknete Beeren pro Tasse) eine Teetasse trinken oder 3-4x täglich (2-3g getrocknete Beeren pro Tasse) eine Teetasse trinken.