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Schöllkraut

Wirkungen: choleretisch, schwach analgetisch, cholekinetisch, papaverinartige, leicht krampflösende Wirkung im oberen Verdauungstrakt

Anwendungsgebiete: krampfartige Beschwerden im der Gallenwege und des Magen-Darm-Trakts

Nebenwirkungen: Bei Überdosierung sind Koliken, Magenkrämpfe und Benommenheit möglich. Hämolytische Anämie: Nierenversagen, Thrombozytopenie und intravaskuläre Hämolyse; lebergiftige Effekte (cholestasis, akute Hepatitis, Anstieg von Transaminasen und Bilirubin), die nach Beenden der Einnahme zurückgehen.

Das Risiko für die oben genannten Nebenwirkungen ist im Vergleich zu Fertigarzneimitteln mit hohem Extraktgehalt sehr gering, da im Schöllkraut nur kleine Alkaloidmengen enthalten sind.

Trotzdem ist die Teeanwendung nicht ratsam, da die Alkaloiddosis mit einem Aufguss schwer einstellbar ist.

Wird Schöllkraut länger angewendet, ist die Transaminasenkontrolle sehr ratsam.

Wechselwirkungen: Werden zeitgleich andere leberschädigende Stoffe eingenommen kann es zu verstärkten lebergiftigen Effekten kommen.

Gegenanzeigen: Lebererkrankungen und zeitgleich Einnahme anderer leberschädigender Stoffe.

Stillzeit und Schwangerschaft.

Hinweise: zerkleinerte Droge maximal 3 Jahre haltbar.

Teebereitung: 0,5-1g geschnittene Droge mit etwa 200ml kochendem Wasser übergießen und nach 10 min. abgießen.

Dosierungsvorschlag: mittlere Tagesdosis 2-5g bzw. 12-30mg Gesamtalkaloide, berechnet als Chelidonin

2-3 Teetassen täglich trinken.