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Tormentillwurzelstock

Wirkungen: adstringierend, antimikrobiell

Anwendungsgebiete: leichte Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, Prothesendruckstellen, akute, unspezifische Durchfallerkrankungen (akute und subkutane Gastroenteritis, Enterokolitis und Dysenterie)

Nebenwirkungen: Es kann bei empfindlichen Menschen zu Magenbeschwerden (Erbrechen und Magenreizungen) kommen.

Wechselwirkungen: nicht bekannt

Gegenanzeigen: nicht bekannt

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist bei Durchfall von einer Selbstbehandlung abzusehen.

Hinweise: Halten die Beschwerden länger als 2 Tage an oder gehen mit Blutbeimengen oder Fieber einher, ist ein Arztbesuch ratsam.

In den nach der Literatur vorgschriebenen Behältnissen beträgt die Haltbrakeit 2 Jahre.

Hinsichtlich des Gerbstoffgehalts ist Tormentillwurzelstock Ratanhiawurzel überlegen.

Teebereitung: Grob gepulverte Droge oder ca. 2g fein geschnittene Droge mit etwa 200ml siedendem Wasser übergießen nach 10-15min abgießen.

Auch ein Kaltwasserauszug ist empfehlenswert, aber längeres Kochen führt zu einer verminderter Gerbstoffwirkung führt (Hydrolyse der Ellagtannine).

Dosierungsvorschlag: Tagesdosis: 4-6g, gebräuchl. Einzeldosis als Abkochung: 1,5g auf eine Tasse

Gegen Durchfall 3-4x täglich eine Tasse trinken. Auch wird empfohlen, 2-4g Pulver mit Rotwein aufgeschwemmt einzunehmen.

Bei Mund- und Rachenentzündungen mehrmals am Tag mit lauwarmen Teeaufguss den Mund spülen.

Pädiatrie: mittlere Tagesdosis (zum Einnehmen oder lokale Anwendungen)

0-1 Jahr     > 1-4 Jahre          > 4-10 Jahre            > 10-16 Jahre

    -                 1-2g                      2-4g                           4-6g