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Waldmeisterkraut

Wirkungen: Über therapeutisch relevante Wirkungen liegt kein wissenschaftliches Erkenntnismaterial vor.

Anwendungsgebiete: Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen und Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts, der Leber und Gallenblase sowie der Niere und ableitenden Harnwege, der Atemwege, ferner bei Venenschwäche und Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen, zur "Blutreinigung", Hämorrhoiden, als Beruhigungsmittel bei Schlafstörungen, Förderung der Einschlafbereitschaft, als entzündungswidriges und gefäßerweiterndes Mittel sowie bei Unterleibsbeschwerden, Krämpfen, zur Wundbehandlung, Hauterkrankungen, als schweißtreibendes, nerven- und herzstärkendes Mittel

Eine therapeutische Anwendung kann nicht befürwortet werden, da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht belegt ist.

 

Nebenwirkungen: In therapeutischen Dosen sind keine bekannt. Bei Überdosierung kann es zu Kopfschmerzen kommen. Beim Menschen sind akute Vergiftungen durch cumarinhaltige Pflanzen bzw. Nahrungsmitteln nicht zu erwarten.

Wechselwirkungen: nicht bekannt

Gegenanzeigen: nicht bekannt

Hinweise: Auch beim Genuss von Waldmeisterzubereitungen (wie z.B. Bowle)  können Kopfschmerzen auftreten. Auch wenn beim Menschen akute Vergiftungen durch cumarinhaltige Pflanzen bzw. Nahrungsmitteln nicht zu erwwarten sind, sollte man einen durchschnittlichen Cumaringehalt von 1,06% (Trockenmasse) zum Ansatz von 1L Bowle nicht überschreiten. Dies entspricht 3g frisches Waldmeisterkraut.

Damit keine Braunfärbung eintritt, sollte man die Droge vor Licht geschützt lagern.

Teebereitung: 1,8g Droge mit etwa 200ml kaltem Wasser ansetzen, mehrere Stunden stehen lassen und anschließend abgießen. Oder man übergießt 1g Kraut mit 250ml kochendem Wasser und lässt dies 5min. ziehen. Danach abgießen.

Dosierungsvorschlag: Über den Tag verteilt oder vor dem Schlafen gehen eine Tasse Tee trinken. (max. 2-3 Tassen pro Tag)