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Weidenrinde

Wirkungen: antientzündlich, schmerzstillend und fiebersenkend (umstritten)

Eine therapeutisch relevante thrombozytenaggregationshemmende Wirkung besitzen Zubereitungen aus der Droge nicht.

Anwendungsgebiete: rheumatische Erkrankungen, Kopfschmerzen, fieberhafte Erkrankungen

Nebenwirkungen: allergische Reaktionen sind möglich (Quincke-Ödem, Urticaria, Bronchospasmus), Gastrointestinale Beschwerden treten eher nicht auf.

Wechselwirkungen: Die in der Literatur beschriebenen Risiken salicylathaltiger Zubereitungen können theoretisch auch auf die Weidenrinde übertragen werden, da sie einen hohen Salicylatgehalt hat. Hierfür liegen jedoch keine gesicherten Daten vor.

Gegenanzeigen: Salicylatüberempfindlichkeit

Die in der Literatur beschriebenen Risiken salicylathaltiger Zubereitungen können theoretisch auch auf die Weidenrinde übertragen werden, da sie einen hohen Salicylatgehalt hat. Hierfür liegen jedoch keine gesicherten Daten vor.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf hohe Dosen verzichtet werden.

Hinweise: Eine Kombination mit schweißtreibenden Drogen kann durchaus sinnvoll sein. Über Jahre hinweg bleibt der Gehalt an Salicylaten in der getrockneten Droge stabil.

In Anhängigkeit des Zerkleinerungsgrads der Droge, der Wassertemperatur und der Extraktionszeit wird bei der Teezubereitung 55-100% der Salicylate extrahiert.

Vermutlich beruht die Wirksamkeit von Weidenrindenextrakten auf synergistischen Effekten der im Extrakt enthaltenen Salicylaten und Flavonoiden. Daher erklärt sich die geringe Häufigkeit von Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt sowie die im Vergleich zu Acetylsalicylsäure nur minimale Beeinflussung der Thrombozytenaggregation jeweils bei therapeutischer Anwendung.

Teebereitung: 2-3g der fein geschnittenen oder grob gepulverten Weidenrinde mit etwa 200ml kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden erhitzt und nach 5min. abgießen.

Dosierungsvorschlag: mittlere Tagesdosis: 60-240mg Gesamtsalicin, entspricht 6g Droge.

3-5x täglich eine Teetasse trinken. Bei chronischen Schmerzen sollte die Einnahme mindestens über 4 Wochen erfolgen.

Tritt nach 4 Wochen keine Linderung der chronischen Schmerzen ein, ist eine Kombination mit dem Extrakt und einem anderen Phytoanalgetikum oder auf ein anderes Arzneimittel zu wechseln.

Pädiatrie: mittlere Tagesdosis für innere Anwendung

0-1 Jahr      > 1-4 Jahre              > 4-10 Jahre           > 10-16 Jahre

     -           3x tgl. 5-10mg         3x tgl. 10-20mg          3x tgl. 20-40mg

                (Gesamtsalicin)        (Gesamtsalicin)          (Gesamtsalicin)