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Wermutkraut

Wirkungen: cholretisch, carminativ, appetitanregend, krampflösend

Anwendungsgebiete: krampfartige funktionelle Störungen im Bereich der Gallenwege (Dyskinesien), Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich

Nebenwirkungen: Wird Wermut in hohen Dosen eingenommen, kann es zu Vergiftungserscheinungen mit Erbrechen, Harnverhaltung, Benommenheit, starken Durchfällen und Krämpfen kommen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wirkungen des (toxischen) Thujon.

Wechselwirkungen: nicht bekannt

Gegenanzeigen: Entzündung der Galle und der Gallenwege, Verschluss der Gallenwege, Lebererkrankungen, hyperazide Beschwerden

Hinweise: Eine Kombination mit anderen Bittermitteln oder Aromatika kann sinnvoll sein. Pro Jahr nimmt der Gehalt laut Literatur an ätherischem Öl im Wermut um etwa 0,1% absolut pro Jahr ab. Lagerungszeit: zerkleinerte Droge maximal 1,5 Jahre

Ende Juli, während der Vollblüte, weist der Gehalt an Bitterstoffen ein Maximum auf. In den Sprossspitzen findet man die höchste Konzentration.

Teebereitung: 1,5g Droge mit etwa 150ml siedendem Wasser übergießen und nach 10-15min. abgießen.

Dosierungsvorschlag: mittlere Tagesdosis: 2-3g Wermutkraut als wässriger Auszug; gebräuchliche Einzeldosis als Aufguss: 1g Droge auf 1 Tasse

Bei Magen-Darm Beschwerden bzw. als Cholagogum nach den Mahlzeiten eine Tasse trinken. Zur Appetitanregung 2x täglich eine frische Teetasse jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken.

Pädiatrie: mittlere Tagesdosis für innere Anwendung

0-1 Jahr     > 1-4 Jahre      > 4-10 Jahre    > 10-16 Jahre

    -                    -                      1-1,5g               1,5-3g