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Zimtrinde

Wirkungen: krampflösend, motilitätsfördernd, antibakteriell, fungistatisch

Diese Wirkungen beziehen sich auf das reine ätherische Öl. Eine antidiabetische Wirkung (verbsserte Ansprechrate von Typ-II-diabetischen Fettzellen auf Insulin) wird diskutiert.

Teezubereitung: carminativ, appetitanregend

Anwendungsgebiete: dyspeptische Beschwerden, wie Blähungen, Völlegefühl, leichte krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Appetitlosigkeit

Nebenwirkungen: Häufig allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, aufgrund des hohen Zimtaldehydgehalts. Eine Gruppenallergie gegen Perubalsam ist möglich.

Bei mittleren Dosen wirkt Zimt erregend auf Nerven, Muskeln und das kardiovaskuläre System. Auch steigen Darmperistaltik und Schweißsekretion. Schließlich kommt es zu einer zentralen Lähmung mit Depression und Schläfrigkeit. Durch hohe Dosen können Krampfzustände ausgelöst werden.

Wechselwirkungen: nicht bekannt

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Zimt oder Perubalsam, Magen-Darmgeschwüre. Schwangerschaft (an Hühnerembryonene wurden durch Zimtaldehyd teratogene Effekte ausgelöst, die jedoch nicht direkt auf das Risiko während der Schwangerschaft beim Menschen übertragbar sind).

Hinweise: In den nach Literatur vorgschriebenen Behältnissen ist die Droge 1 Jahr haltbar. Quantitative Veränderungen in der Zusammensetzung des ätherischen Öles werden meist durch erhöhte Lagertemperatur als durch den Faktor Zeit verursacht.

Teebereitung: wenig gebräuchlich (meistens als Geschmackskorrigens und Gewürz)

Etwa 1g Zimtrinde mit ca. 150ml siedendem Wasser übergießen und nach 10-15min. abgießen.

Dosierungsvorschlag: Tagesdosis 2-4g Zimtrinde

Zur Appetitanregung 2-4x täglich je eine halbe Stunde vor dem Essen und bei Verdauungsbeschwerdennach dem Essen eine frische Tasse Tee trinken.Zur Steigerung der Empfindlichkeit von Fettzellen für Insulin etwa 0,25-0,5g Zimt täglich z.B. in Kaffe oder Orangensaft einrühren.